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Uraufführung 03.12.1980; Theater am Turm, Frankfurt am Main.
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P u b l i k a t i o n e n
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An den Rand der Erschöpfung weiter
Schauspiel/Hörspiel
in SPECTACULUM 34
Seiten 101 - 117
1. Auflage 1981
Suhrkamp Verlag
Frankfurt am Main 1981
ISBN 3-518-09115-8
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Leseprobe
Hier hier hier hier hier, an dieser Stelle jetzt noch mal. Diese zu verschaffende Erleichterung konnte gegebenenfalls darin bestehen.. daß.. ich an dem betreffenden Abend einen Menschen.. gleichgültig, ob das ein Mann war oder eine Frau oder ein Kind.. umbrachte. Falsch.
Diese zu verschaffende Erleichterung konnte gegebenenfalls darin bestehen, daß.. ich an dem betreffenden Abend einen Menschen, gleichgültig ob das ein Mann war oder eine Frau oder ein Kind, umbrachte. So vielleicht. Was nun, wann ist jetzt.. Kurz nach elf, in einer Stunde morgen, und von dem Hut noch immer nichts. Bald ich ihn gefunden haben werde.. ich ihn irgendwo.. Besten wäre eine Ecke, wär er nicht im Weg, noch besser eine Nische.. Vielleicht.. mal das große Fenster war.. ja Gott sei Dank entfernbar hier.. praktisch nichts mehr offen..bar..
Le Fenster immer wie ein Angebot, wie eine Einladung, eine Aufforderung.. Jedes Fenster.. ist im Grunde ein Loch.. jedes Loch ist im Grunde ein.. Grund ist nichts weiter.. reden, jetzt bloß noch ein Spalt dort hinten.. da.. an dieser Stelle hier genau den Häusern gegenüber.. den großen.. glatten Türmen, ideal für ein Echo.. geradezu geschaffen.. Ein Echo geht dort immer.. wieder kommt ein Wörtchen zu guter Letzt hier her zurück und danach neues Schweigen.. Das Echo ist das letzte Wort, nichts fällt mehr außerdem. Kein anderer hat das letzte Wort.. gehört keinem, nicht einem.. auch nicht einem.. John Elliot Kirty mit seinen Taktaten.. seinen Pokalypsen, haarsträubend.. Da.. schon wieder.. dem Hörer beziehungsweise dem Kabel.. das Knistern.. schon zum zweiten Mal heut abend.. einiges los, ziemlich viel.. passiert..
Mich.. läßt schon wieder.. etwas.. nicht.. Das Zeitungsfoto von John Kirty an der Wand.. da.. gefähr, wurde mit der Zeit zuviel wie alles.. andere, weshalb auch.. Immer.. nur der Blick von.. Kirty.. vor seinem Landhaus.. neben seiner Frau.. ihm gerade die Wange küßt allem Anschein nach ein.. fällig festgehaltener Kuß, ein Schnappschuß.. ein Zufall.. vielleicht auch.. Nich.. küßt die Sonne gelegentlich wach, wenn sie mal durch den Spalt scheint oder ein Wind streift meine Haut und ergleichtert.. gültig ob das ein Stoß ist.. oder eine Brise oder ein Luftzug, der mich schauern läßt.. Auf meinem Rücken.. angeblich ein Mal, sowie besondere Empfindlichkeit um.. jene Stelle.. Leider.. nicht zu sehen.. die Gegend.. mit keinem Blick.. Die abgewandte Seite.. unerreichbar, weder von oben noch von unten, zu kurz die Arme, zu unbeweglich.. bestenfalls ein Scheuern möglich, ein Wetzen, ein Reben, aber woran..
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Digitale Präsentation der Leseprobe mit freundlicher Erlaubnis des Autors
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