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Ein knappes Jahr vor dem Tag, den viele so fürchten, tauchte eines Abends, als ich noch einmal schwimmen wollte, ein etwa 14jähriges Mädchen aus dem dunklen Wasser meines Lieblingssees und bespritzte mich, als seien wir Verwandte. Ich hatte das Mädchen vorher noch nie gesehen oder seine Anwesenheit nicht wahrgenommen, während sie mich – wie sie später angab – seit Tagen beobachtet haben wollte, unter anderem mit einem Hund (den ich nicht habe), was es ihr wohl leichtgemacht hatte, den fremden Erwachsenen, der da so vorsichtig ins frühsommerkühle Wasser ging, wie einen Onkel oder Hausfreund wild zu attackieren. Ich wehrte mich nicht. Ich schrie nur, da auch sie schrie; wie aber schreit man, als Erwachsener, vor Vergnügen, was ja vermutlich zum Ausdruck gebracht werden sollte?
Während ihr Schrei etwas ganz Einfaches, Gelungenes, Frisches hatte, habe meiner, Zeugen zufolge, etwas Tierhaftes gehabt, was immer das sein mag. Auf jeden Fall tauchte dann, nach dem angeblich tierhaften Schrei, ein zweites Mädchen, nämlich ihre beste Freundin auf (die unvermeidliche, stets etwas plumpe Begleiterin jeder jungen Schönheit), und mit einem Mal schien es mir, bespritzt von zwei lauten Mädchen, als sei ich ganz woanders, in einem heimischen Schwimmbad. Ohne ein Wort ging ich weiter, weiter hinein in meinen unergründlichen See – vielleicht das einzige Zuhause, das ich auch verteidigen würde (ich meide das Wort Heimat wie einen Fluch, ich kenne nur die Wahlheimat, entstanden aus Fügung und Willkür, sicherlich schön, sonst baute ich dort kein Haus, aber auch – eben weil die Wurzel fehlt, der Kinderglaube an die Landschaft – ein Spiegel: alles Erwachsenen, Gespaltenen, Schiefen). Die Arme halb erhoben, balancierte ich auf glatten Steinen, schon bis zur Brust im Wasser, und wollte gerade losschwimmen, das hüpfte mir eine der beiden, die Plumpe, ins Kreuz, während die Schöne oder Anmutige noch einmal nach mir spritzte, ehe sie mich, wiederum schreiend, von vorn ansprang, zwei kräftige, glatte Beine um meine Hüften schlingend, daß mir der Atem stockte. Danach wurde es kurzfristig formell. Die Plumpe sagte, Ich bin Uschi (was mich endgültig gegen sie einnahm), und stellte mir die Freundin als Kristina-Alba vor – ein Name, den wohl keiner wegstecken kann.
Kristina-Alba klammerte sich nun an mich, und ich ging in tieferes Wasser, das Gewicht der beiden zu verringern; ganz vergessen hatte ich, vor lauter Armen

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und Beinen, die Beschaffenheit des Sees, dessen Grund schon nach wenigen Metern steil abfällt, als trete man in eine Falltür: Alle drei gingen wir unter, um noch verklammerter als zuvor wieder aufzutauchen; das Gesicht der Schönen war auf einmal ganz nahe, und ich sah, worin seine Vollkommenheit lag. Sie lag darin, daß es vollkommen jung war – so jung, daß ich mich schämte.
Vielleicht ist es übertrieben oder sogar ungerecht mir gegenüber, wenn ich sage, ich spürte in dem Moment zum erstenmal das Häßliche des Alterns – nicht das äußerlich zu immer weniger Jubel Anlaß Gebende, nein, vielmehr ein Maß an Zerrüttung, das unaufhaltsam an die Oberfläche dringt und dort seinen Tribut fordert: nicht in Gestalt von Falten oder weißem Haar, eines welken Halses oder grotesk an den Schienbeinen hervortretender Adern, sondern einzig und allein eines zuviel wissenden, verdorbenen Blicks.
Die Wahrheit ist: Ich war längst 50; irgendwann zwischen dem, was man Mitte 40 nennt, und dem, was als Ende 40 häufig genannt wird, um eine allerletzte Verbindung mit den Jahrzehnten davor zu wahren, muß sich dieser Blick bei mir eingestellt haben: ein Ausdruck, der sogar bei Dunkelheit und lustig bespritztem Gesicht ein gewisses Entsetzen auslöst; jedenfalls rief die Schöne, ich solle sie nicht so anschauen, was die beste Freundin veranlaßte, mich vorsichtshalber zu zwicken, worauf ich die beiden, ebenfalls vorsichtshalber, endlich abschüttelte.
Spätestens jetzt sollte ich sagen: Ich habe nie die Neigung zu jungen Mädchen gehabt (oder weiß nichts von so einer Neigung); ich mache mir nichts aus ihnen und bedauere jeden, der durch sein Verlangen, für das er nichts kann, gleichsam zum öffentlichen Feind wird. Und natürlich wollte ich eine derartige Brandmarkung, noch dazu in meiner Wahlheimat, das heißt, im Ausland, unter allen Umständen vermeiden, aber da hatte mich Kristina-Alba schon wieder ins flache Wasser gelockt und angesprungen, während die Plumpe plötzlich im Dunkeln verschwunden war.
Ende des Spaßes. Ich wußte nicht, was ich tun sollte, ich wußte nur; in welchen Gefahren ich schwebte; das Leben lehrt einen ja, daß selbst der ausgewachsene, sogenannte reife Mann stets damit rechnen muß, binnen Sekunden in das zurückverwandelt zu werden, was man einen Wichser nennt, und der wollte ich partout nicht sein. Eine Mischung aus Trotz und Beklemmung ergriff mich, was wohl auch damit zu tun hatte, daß sie auf einmal von ihrem Vater anfing, der ein Motorboot besitze (das ich seit Tagen, arglos bestaunt hatte) und eigentlich gar nicht so alt sei. 34, sagte sie und schlang wieder die Beine um meine Hüften, und ich sah auf ihren jungen Mund, der bei genauerem Hinsehen gar nicht so jung auf mich wirkte, nur eben sehr unverbraucht, wogegen ja nichts zu sagen ist.
Nach dieser Überlegung wollte ich sie endgültig abschütteln, aber da legte Kristina-Alba ihren Kopf in den Nacken, wodurch der Hals eine schon betörende Länge bekam, und rückte mir auch noch mit Worten zu Leibe. Man erzählt, Sie seien berühmt, sagte sie, und bauten hier in der Nähe ein Haus, im italienischen Stil! Mich verblüfften diese Worte, nicht nur, weil sie Bildung verrieten, sondern auch Impertinenz; ganz zu schweigen von dem Gerede über meine Person, das ich wohl unterschätzt hatte (nachzutragen wäre, wo ich mich überhaupt befand: In einem Hotel, das ich normalerweise nicht betreten würde, einem Urlauberschauplatz, der aber nahe bei dem Haus lag, um dessen Vollendung ich kämpfte; nur noch Winzigkeiten fehlten für die unerläßliche Wohngenehmigung seitens der Kommune, ein Papier, das mein teures Hotelleben für immer beenden sollte, und so schrieb ich jeden Vormittag auf der Frühstücksterrasse – mit einem Ausdruck der Verzweiflung, nehme ich an, wie die Schriftsteller im Fernsehen – Petitionen und ähnliches, was dann wohl zu dem Gerede über meine Person geführt haben muß).
Ich sei alles andere als berühmt, erwiderte ich – ich sei nicht weiter als ein Mann mit etwas Erspartem, der sich am Gardasee einen Alterssitz baute. Selbst ein wenig erschrocken über die Resignation, die aus solch einem Satz sprach, glaubte ich, die Sache damit beendet zu haben, aber das Gegenteil war der Fall. Sie sah mir in die Augen.
Und was geschah dann? (fragte die Polizei später). Nun, ich griff um ihre Hüften; sie preßte ihren Bauch an meinen. Ich berührte ihr Haar, sie berührte mein Kinn. Ich tauchte unter ihr weg; sie tauchte mir nach. Ich schnappte nach Luft; sie schnappte mein Glied (wie ich es gegenüber dem Dolmetscher ausdrückte). Ich schlug ihr auf die Finger; sie schlug vor, hinauszuschwimmen. Ich schaute auf den See; sie schaute zum Ufer (um zu sehen, ob der Vater auch sähe, was sein Früchtchen so tat). Wir schwammen dann tatsächlich hinaus, das heißt, sie schoß davon, und ich versuchte, Anschluß zu halten, schwamm also keuchend hinter ihr her, als gäbe es irgendein Abkommen. Das Ziel war klar, es war ein Badefloß, durch eine lange Leine mit dem Steg verbunden und doch schon so Teil des nächtlichen Sees, daß niemand vom Ufer aus sehen konnte, was dort im einzelnen vor sich ging. Als ich das Floß erreichte, lag sie schon mit dem Bauch auf den Planken, das Gesicht in der Armbeuge und eins ihrer Beine leicht angezogen, als schlafe sie – nackt, wie mir dann auffiel: durch das Leuchten ihres ungebräunten Hinterns, und ich glaube, es war genau in diesem Moment meiner Floßbesteigung (durch Hochstemmen an der Kante wie in besten Zeiten), als ich mich zum erstenmal im Leben mit einem Bein im Gefängnis sah.
Die Kleine (die etwas größer als ich war) stellte sich tatsächlich schlafend, das heißt, sie ignorierte mich, worauf ich meinerseits ihr Unbekleidetsein, konkret: ihren glockenartigen, für mein Gefühl geradezu abfärbend weißen Hintern als nicht gegeben zu betrachten versuchte, obschon dies eigentlich in die Psychiatrie gehörte – jedenfalls würde ein normaler Mensch kaum vor sich selbst behaupten, daß gerade jene Sache nicht existiert, die sich ihm am unauslöschlichsten einprägt...
Aber wer auf die 50 zugeht, oder wie in meinem Fall: taumelt, ist ohnehin geistig benommen, und die Situation, in die ich geraten war (Floß, Nacht, Mädchen), darf man getrost als Grenzsituation bezeichnen, von dem gewöhnlichen Irrsinn einer 14jährigen gar nicht zu reden. Ich hatte Angst, das muß ich zugeben, die Angst eines Mannes vor der eigenen Schwäche, aber auch dem, was man Lynchjustiz nennt, und so war ich erleichtert, als Kristina-Alba endlich ein Auge aufschlug und mich von unten ansah – vielleicht ist sie schon 16, dachte ich einen Moment lang und wollte dann etwas sagen (Ist dir nicht kalt?), doch sie kam mir zuvor, murmelte, ihr Badeanzug sei ins Wasser gefallen, sei untergegangen, ob ich nicht danach tauchen könnte.
Natürlich war das eine Lüge, glatter als ihre Beine, und ich erwiderte, Kein Badeanzug fällt von allein ins Wasser, wie sich auch keiner von alleine auszieht!, was ich besser nicht gesagt hätte; denn sie drehte sich daraufhin um, wie aus Höflichkeit, doch in
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Wahrheit, um mich zu strafen. Ich sah sofort in ihr Gesicht, konnte aber nicht verhindern, daß mir ihre Brüste ins Auge sprangen – fest und glänzend, wie Trompeterbacken -, ebenso ihr dunkles Dreieck zwischen den Beinen. Ich sah ihr also ins Gesicht (wohl wissend, was sonst an ihr dran war) und stellte mir vor, was aus dem Gesicht einmal würde; noch vor zehn Jahren hatte ich keinerlei Ahnung von dieser schäbigen Methode des Zu-Ende-Denkens (die vielleicht sicherstes Zeichen des Fünfzigwerdens ist), während ich heute jedes störende Jungsein in Gedanken so weit fortschreiten lassen kann, bis es seinen Lack verliert, und auch dieser Blick, den ich auf dem Floß anwandte, hatte wohl etwas Verdorbenes. Zum zweitenmal sagte sie, ich solle sie nicht so anschauen, gell, worauf ich auf den Alterssitz zurückkam, den ich mir baute.
Ich schwärmte ein bißchen von meinem Haus, statt die Wahrheit zu sagen: daß so ein Bauen ja auch der Versuch ist, mit nichts als Steinen ein Gefühl der Verliebtheit in sich zu erzeugen; oder haben wir nicht immer ein Foto des halbfertigen Bauwerks dabei, um jedem zu zeigen, wie unverrückbar es in der Gegend steht, nackt und mein? Ein Foto von Haus und Landschaft, in diesem Fall der des Sees inmitten seiner Berge; ich besaß so ein Bild, aber davon sprach ich nicht auf dem Floß (ein Wahlheimatbild, darauf eine der geballtesten Landschaften der Welt – Wasser und Fels, Hänge und Anhöhen, Oliven, Dunst und Licht, Nord und Süd -, in manchen Stunden soviel Glück verheißend, daß man nur passen kann).
Ihr sei kalt, sagte Kristina-Alba plötzlich und kam etwas näher, so nahe, daß ihre nassen Beine meine nassen Beine berührten, an einer Stelle nur, aber immerhin, und ich schlug vor, zurückzuschwimmen, worauf sie behauptete, nicht schwimmen zu können. Sie sah mich an bei dieser Frechheit, und ich war dicht davor, ihr eine zu kleben. Sie bemerkte mein Zittern (vor Wut) und sagte, Sie zittern ja – zittern Sie meinetwegen?, und kam erneut etwas näher, so nahe, daß es jetzt unmöglich war, nicht ihren ganzen Körper auch ganz zu erfassen, und ich griff zum einfachsten Mittel, das solche Situationen (wie man aus Filmen weiß) herumzureißen vermag. Ich fragte, wie alt sie sei, und sie antwortete: Achtzehn.
Was jetzt. Als erstes verschlimmerte sich mein Zittern, und das nicht, weil mich eine weitere Lüge noch wütender gemacht hätte, sondern im Gegenteil: Weil ich ihr glaubte; als zweites war ich dann schlagartig scharf auf sie, und als drittes sah ich mich schon wieder in Handschellen. Ich traute weder ihr noch mir, das war die eigentliche Misere – eine Misere unter Sternen, wie ich mit einem Mal sah, inmitten von glitzerndem Wasser, flankiert von Bergen, auf denen vereinzelt Feuer brannten, gekrümmt wie Lavaströme, und die Olivenwälder aufglühen ließen.
Aha, sagte ich, worauf sie gar nichts mehr sagte. Sie zog mich neben sich auf die Planken und übergab mir gewissermaßen ihren angeblich volljährigen Körper, und ich ließ meine linke, empfindlichere Hand darübergleiten, ohne diesen jetzt ganz von Gänsehaut überzogenen Körper auch nur ein einziges Mal zu berühren; mit einer Daumenbreite Abstand, genug wohl, um nicht vor Gericht zu kommen (falls sie doch 14 war), zu wenig, um nicht die Wärme, die sie aussandte, an den Fingern zu spüren – mit dieser geringen und doch vollständigen Distanz streichelte ich sie auf eine, wenn man so will, gänzlich abstrakte Weise. Ich streichelte ihre gerundeten Schultern und die Spitzen der Brüste (klein wie die Köpfe der Gummibärchen), ihren gebräunten Bauch und das dunkel glänzende Dreieck inmitten eines hellen, ihre langen Schenkel und die fast weißen Kniekehlen und endlich, nachdem sie sich wieder umgedreht hatte, auch den glockenartigen Po, wobei ich fast übermenschliche Kräfte aufbieten mußte, um nicht die beiden Backen auseinanderzuziehen wie die Hälften eines Vorhangs; ich hielt einen Moment inne vor Anstrengung, und es war genau dieser Augenblick, da ich bereit gewesen wäre, ihr den Arsch aufzureißen, wie man so sagt, als die Scheinwerfer der Yacht ihres Vaters das ganze Floß in Helligkeit tauchten.
Nach einem gemeinsamen Schrei – der die Dinge keinesfalls besser machte – ließ ich mich sofort ins Wasser gleiten, und sie glitt hinterher, immer noch nackt und ohne Aussicht, diesen Zustand zu ändern; nach meiner Kenntnis des Sees lag ihr Badeanzug etwa 70 Meter unter uns, in ewiger Dunkelheit, wenn er nicht längst von Strömungen in den eigentlichen Seegraben gedrückt worden war, ins Reich des seltenen Carpione, eines Fisches, der erst ab 200 Meter Tiefe zu Hause ist und sich wohl gewundert hätte, einem hellblauen Badeanzug zu begegnen.
Wir schwammen ein Stück nebeneinander, noch immer im Lichtkegel des Scheinwerfers, dann rief sie, keuchend, Ich kann nicht mehr (weitere Lüge), und packte meine Schultern, kroch mir förmlich auf den Rücken, so, daß mich ihr kleiner Busch am Steiß kitzelte, und ich unternahm einen letzten Versuch, mich aus der Affäre zu ziehen – ich versprach ihr eine schöne Geschichte mit Widmung, eine Geschichte nur für sie, handgeschrieben, sofern sie die ganze Schuld auf sich nähme, und sie rief mir von hinten ins Ohr: Welche Schuld? Aber das war noch nicht alles. Sie sagte auch noch, Bücher interessierten sie nicht, sie habe nur gehört, ich würde fürs Kino schreiben, und wenn ich ihr eine Rolle verschaffte, würde sie zur Rettung meines Rufs erklären, was ich von ihr verlangte. Sie sei nämlich, sagte sie, weder 14 noch 18, sie sei leider erst 17, fühle sich aber wie 20 – und das habe sie ihrem Vaterarsch heute zeigen wollen.
Dieser Zusatz gab dann, glaube ich, den Ausschlag, ihr doch noch eine zu kleben, wozu ich mich blitzschnell umdrehte und den Handrücken benutzte, kurz bevor der Arschvater in seinem rasanten Boot neben uns stoppte und erst mich, nämlich die Sau, wie er einer am Ufer versammelten Menge zurief, aus dem Wasser zerrte und danach seine nackte, abscheuliche Tochter, das Opfer.
Ich erhob keinerlei Einwände, zumal die Plumpe schon alles getan hatte, was beste Freundinnen in solchen Fällen zu tun pflegen; ich hätte die beiden angegriffen und mich dann mit der jüngeren, Schönen davongemacht, hieß ihre Aussage, hätte der hilflosen Alba noch im Wasser den Badeanzug heruntergerissen und sie am Ende auf dem Floß – ja, was denn nun eigentlich? Und da schwiegen plötzlich alle; sie guckten mich an, einschließlich zweier Garabinieri, die der Hoteldirektor geholt hatte, und ich bestand auf einem gegenseitigen Intimtest – nach Kreuzfeld, wie ich hinzufügte; noch im Büro des Polizeileiters wiederholte ich meine Forderung, als sei der Kreuzfeldsche Test in solchen Fällen gang und gäbe, sozusagen die europäische Norm, und der Dolmetscher war gezwungen, dies ins italienische Protokoll aufzunehmen.
Doch zu diesem Test war es dann – ich vermute, auf Wunsch des Arschvaters – nicht gekommen, dafür zu meiner Freilassung nach einem Tag, und irgendwie war ich nach diesem Vorfall wieder etwas weniger 50 als vorher, eben ein Mann von 49, mit einem letzten Faden zu allem, was wirklich jung ist, so schön und grausam wie meine Große Kleine vom Floß – deren leuchtenden Po ich doch kurz berührt hatte, als keiner hinsah, nicht mal ich.
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Digitale Präsentation mit freundlicher Erlaubnis des Autors
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