Bodo Kirchhoff (Foto: Alexander Beck)
Bodo Kirchhoff :: Schriftsteller


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R e z e n s i o n e n
zu »Katastrophen mit Seeblick«

Letzter Faden zu allem, was jung ist

"'Aber wer auf die Fünfzig zugeht, oder wie in meinem Fall: taumelt, ist ohnehin geistig benommen..', schreibt Bodo Kirchhoff, der schon ganz nahe an diesem Alter ist. Doch wenn er einen 'glockenartigen Po' sieht, ist es immer noch um ihn geschehen, dann ist er 'wieder etwas weniger fünfzig als vorher, eben ein Mann von neunundvierzig, mit einem letzten Faden zu allem, was wirklich jung ist'. Der Frankfurter Autor setzt mit seinem jüngsten Buch 'Katastrophen mit Seeblick' die Serie der Bekenntnisse siener Obsessionen fort. Auch wenn nicht alle dieser Geschichten wirklich neu sind, sondern bereits verstreut erschienen, bewährt sich Bodo Kirchhoff wieder als unverbesserlicher Erotomane - und das ist seine Stärke.
Die Figuren in seinen Geschichten stehen im Bann des Gardasees, seiner unvergleichlichen Schönheit, etwa im Abendlicht. Aber die schützt nicht vor Katastrophen, vor Verwirrungen der Sinne, wenn Männer schönen, vor allem jungen Frauen begegnen. Dieser Autor hat so viele Varianten des immer selben Spiels durchdacht, daß er virtuos mit sprachlichen Mitteln ständig neue Szenen, aber auch Details darbieten kann. Wie Kirchhoff den weiblichen Po, wie er Brüste oder Beine beschreiben kann, das dürfte ihm kaum ein anderer Autor hierzulande so leicht nachmachen. Darin ist Kirchhoff ein Perfektionist  (...)"

Roland Mischke
in: Badische Zeitung, 26.05.1998.




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