Quints tunesische Beunruhigung
"Der Titel und zahlreiche motivische und strukturelle Ähnlichkeiten erinnern an E.T.A. Hoffmanns berühmte Erzählung. Ein fünfzigjähriger Mann namens Quint, 'Radiosprecher in Goethes Geburtsstadt', fliegt mit seinem Sohn Julian nach Tunis und nimmt Quartier im 'Kleinen Hotel zur Ruhe' in der Altstadt. Ruhe findet er jedoch keineswegs. Im Gegenteil, diese Reise gerät zu einer sich zunehmend steigernden Beunruhigung. Angelockt wurde Quint durch eine vage formulierte Ansichtskarte von der Abiturientin Helen, die ein Jahr lang auf den vierjährigen Julian aufgepaßt hatte. Er will diese Helen wiederfinden, nachdem sie den Kontakt abrupt abgebrochen hatte. (...)
Mit diesem eindringlichen Psychogramm ist Kirchhoff ein atmosphärisch dichter, geradezu erschreckend faszinierender Roman gelungen. (...)"
Hartmut Kircher
in: Kölner Stadt-Anzeiger, 31.07.1992.
|