Wenn Frau Brausen Pausen macht
"(...) Kirchhoff gilt als Spezialist für scharf gewürzte Exotik und erotische Pikanterien, gepflegten Voyeurismus und schriftstellerische Selbstentblößungen. Schon in seinem Monolog 'Der Ansager einer Stripteasenummer gibt nicht auf' spielte er mit den Parallelen zwischen literarischer und sexueller Phantasie, Potenz- und gewöhnlichen Schaffenskrisen. Auch jetzt hat er wieder ein raffiniertes kleines Lustspiel über Sex in den Köpfen und Kochtöpfen der tabufreien Mittelklasse geschrieben. Kein großes Drama, aber immerhin geistreich-witzige Dialoge zwischen Vagina und geschwächter Männlichkeit. Manchmal erinnert sein Paar-Parlando fast an Martin Walser oder gar Botho Strauß. 'Verzeih mein unerbittliches Fordern', tönt es da etwa aus Ingrid. (...)"
Martin Halter
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.10.2001
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