Mein Schicksal heißt Banalität
"(...) So erzählt Bodo Kirchhoff vom Kind, das er war, und den Buchstaben, die es ihm angetan haben, vom Schriftsteller, der er wurde, und vom Kunstbetrieb, in den er geriet, von der Wahrheit der Kunst und dem Schmerz des Lebens. Alle diese Geschichten und Gedanken haben Konfektionsgröße, sie sind nicht maßgeschneidert. So verhüllen sie mehr als sie preisgeben. Bis dann alles gesagt, ist, was einem Dichter im Sinne Kirchhoffs steht. 'Der Autor, die Autorin, sie können nicht zeigen, was sie eigentlich zeigen möchten, sich selbst in ihrer Nacktheit; sie wissen oder spüren, daß diese Nacktheit unannehmbar ist, geben aber die Hoffnung nicht auf, daß wenigstens eine Legende darum auf Verstehen trifft.' (...)"
Eberhard Rathgeb
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.11.1995.
|