Ein Erotomane mit Familienanschluss
Der Frankfurter Schriftsteller Bodo Kirchhoff ist besessen vom Spiel zwischen Liebe und der Sprache. Jetzt hat er einen Roman vorgelegt, der in Frankfurt spielt
(..) Sein neuer Roman "Wo das Meer beginnt" ist eine Art Lehrerroman, der sich so spannend liest wie ein Krimi und so unterhaltsam wie ein Kolportageroman. Der Held spaziert seitenlang durch die Heimatstadt und kommentiert schonungslos. Mal lobt er "das Wesen der Frankfurter Eintracht", an anderer Stelle lästert er über das Café Fellini samt seiner "unfreundlichen Bedienung". Die Schelte sei aber nie böse gemeint, erklärt Kirchhoff: "Das ist wie in einer Ehe, solange man noch den Wunsch hat, dass der andere sich ändert, ist die Liebe noch nicht abgestorben."
Sandra Prill
in: Die Welt Kompakt, 16.09.2004.
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