Noch zwei Sätze zu den thematischen Grundkursen. Unsere Teilnehmer (wir natürlich auch) haben immer wieder festgestellt, wie schwer es ist, von der Liebe (oder Beziehungen, Ehe usw) zu erzählen, ohne in den Kitsch oder allzu Plakative abzurutschen, das wollen wir in diesem Kurs versuchen; und in dem Grundkurs „Autobiographisches Schreiben“ gehen wir ausführlich auf die Frage ein, wie viel autobiographische Anteile darf eine Geschichte haben und wie kann man den enggesteckten, autobiographischen Rahmen verlassen, wo und wie wird eine Autobiographie zu einem Stück Literatur.
Zwischen sieben und neun Personen in einem Privathaus mit Pool und Seeblick.
Sieben Tage intensive Textarbeit bis in den späten Abend; allmähliches Hinarbeiten auf eine Lesung am Ende des Kurses; gemeinsames Essen im Garten und eine Bootsfahrt zu legendären Orten – und bei all dem ein ständiges Gespräch über das Schreiben, die laufende Einübung in das Erzählen.
Unser Ziel: Die Verbindung von noch ungeordnet Persönlichem mit ordnendem Handwerk und bisher ungenutzten Möglichkeiten, unter Anleitung eines erfahrenen Autors (Bodo Kirchhoff) und einer erfahrenen Supervisorin (Ulrike Bauer)
Wichtigste Voraussetzungen: Passion und Neugier, eine Freude am Schreiben, die auch privat sein kann, z.B. mit einem Tagebuch.
Unsere Teilnehmer sind Menschen, die beruflich oder privat auf Sprache setzen, die sprachliche Auseinandersetzung mit ihrem Leben suchen, sich über Sprache weiterentwickeln wollen.
„Kirchhoff meint es ernst, er will denen wirklich was beibringen! Schau an, Literatur kann man lernen“ (Moritz von Uslar in Der Spiegel über den Erzählkurs)
Wir schicken Ihnen gerne unseren ausführlichen Prospekt; Sie erreichen uns über e-mail: ulrike.bauer.kirchhoff@web.de oder unter der Telefonnr.: 069-625265
Vila und Renz, ein Paar mit erwachsener Tochter und engen Freunden, Wohnung in Frankfurt und Haus in Italien - so weit alles gut, wäre da nicht die Sehnsucht nach Liebe: die einzige schwere Krankheit, mit der man alt werden kann, sogar gemeinsam. Noch aber sind Vila und Renz nicht alt, auch wenn sie erfahren, dass sie Großeltern werden. Sie sind nach außen erfolgreich und nach innen ein Paar, das viel voneinander weiß, aber nicht zu viel - ein ausbalancierter Zustand bis zu dem Tag, an dem Vila mit ungeahnter Intensität einen anderen zu lieben beginnt. Man ertrinkt nur einmal im Leben, ohne dabei zu sterben, sagt sie über ihren Zustand - den Renz kaum bemerkt, sieht er doch in Vilas Geliebtem nur den Mann, der ihre Sommerhaus für den Winter gemietet hat, um dort ein Buch über Franz von Assisi und die heilige Klara zu schreiben und deren lebenslangen, höchstens im Stillen erfülltes Verlangen nacheinander.
Die Liebe in groben Zügen ist ein Roman über die drei großen Liebesprojekte: Ehe, Leidenschaft und Glauben, und ihre Reibung an den Kräften der Zeit.
Bodo Kirchhoff verbindet zwei welterschließende Liebengeschichten mit der Geschichte einer zu frühen, lebensverengenden sexuellen Erfahrung. Im Mittelpunkt steht Vila: eine Frau, die alle Gefühle auslebt, vor denen andere zurückschrecken.
Am 19.04.2009 (ZDF, 00:00 Uhr) ist Bodo Kirchhoff Gast im Philosophischen Quartett.
Thema: Verantwortung und Risiko - Die Kunst, es nicht gewesen zu sein
Weiterer Gast:
Beatrice Weder di Mauro, Wirtschaftswissenschaftlerin und "Wirtschaftsweise"
-----
BUCHTRAILER
Hoffmann & Campe hat einen Spot entwickelt, der im Schattentheaterlook den neuen Roman von Bodo Kirchhoff "Erinnerungen an meinen Porsche" promotet. Der Autor hat den Film selbst besprochen, die Regisseure haben jedes Bild aufwändig illustriert.
http://www.youtube.com/watch?v=a5Mm1-Dd2aQ
Bodo Kirchhoff liest aus Die Liebe in groben Zügen
Mit feundlicher Genehmigung der Redaktion ASPEKTE die Verknüpfung zum Video Bodo Kirchhoff auf dem "Blauen Sofa" am 07.10.2006 auf der Frankfurter Buchmesse:
Bodo Kirchhoff wurde für seine Verdienste um die deutsche Sprache mit der Carl-Zuckmayer- Medaille 2008 des Landes Rheinland-Pfalz ausgezeichnet. "Bodo Kirchhoff ist einer der wichtigsten deutschsprachigen Autoren der Gegenwart", sagte Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) am Freitag in Mainz laut Mitteilung zur Begründung. Mit seinen Romanen "Infanta" und "Parlando" habe er sich in die erste Reihe deutscher Autoren geschrieben.
Der Preis wird jährlich in Erinnerung an den Schriftsteller und Dramatiker Carl Zuckmayer (1896-1977) vergeben.
Ein Portrait des Frankfurter Erfolgsautors von Wolfgang Rüger.